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Iran

Proteste - Tötung von General Soleimani - Atomabkommen

1979 Revolution anniversary in Zanjan, Iran, Foto:Mohammad Ali Jafari, Tasnim News Agency, Wikipedia.com, CC BY 4.0
1979 Revolution anniversary in Zanjan, Iran, Foto:Mohammad Ali Jafari, Tasnim News Agency, Wikipedia.com, CC BY 4.0

Anfang 2018 brachen im Iran Proteste gegen das Regime aus. Das Land erlebte die größten Proteste seit dem Aufstand "Green Wave" im Zuge der iranischen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2009.  Die iranische Bevölkerung demonstrierte gegen die wirtschaftliche Misere, gegen die Regierung, für Reformen und mehr Freiheit. Auf den Straßen entlud sich der Zorn: „Wir leben wie Arme, sie wie Fürsten".

 

Zu Beginn des Jahres 2020 traten diese Proteste zunächst in den Hintergund, nachdem der oberste General des Landes Soleimani von den USA gezielt geötet wurde. Die iranische Bevölkerung ging auf die Straßen in Solidarität für Soleimani und riefen zu Rache auf. Die USA hatten Soleimani für die Tötung von US-Soldaten im Irak verantwortlich gemacht und ihn beschuldigt, weitere Attentate geplant zu haben. Nach einem Vergeltungsschlag Irans gegen amerikanische Militärstützpunkte, der ohne Todesopfer glimpflich ausging, bemühen sich die Konflktparteien um Deeskalation. Sie hätten kein Interesse an einer weiteren Zuspitzung, schon gar nicht an einem offenen Krieg.

 

Nachdem es im Zuge des Konflikts zu einem mutmasslich versehentlichen Abschschuss eines Passagierflugzeuges kam, richtet sichen die Proteste der Bevölkerung nun abermals gegen die iranische Regierung. Tagelang hatte diese versucht, ihre Schuld am Abschuss zu leugnen. Das Regime steht im Inland nun enorm unter Druck. Die Demonstranten fordern: "Rücktritt ist nicht genug! Strafverfolgung muss sein!" oder "Tod den Lügnern!". Es sind Sprechchöre, die sich gegen den obersten Führer Ali Chamenei und die mächtigen Revolutionsgarden richten.

 

Weiteres Konfliktpotential birgt nach wie vor der Streit um Irans Atomprogramm. Mehr als zehn Jahre verhandelten die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen und die Bundesrepublik Deutschland mit dem Iran, um eine Lösung im Konflikt herbeizuführen.  2015 gelang schließlich der Durchbruch mit dem Atomabkommen.  Das iranische Atomprogramm sorgte dafür, dass Bestände an mit Uran angereichertem Material verdünnt oder außer Landes gebracht wurden. Ferner unterwirft sich der Iran den Kontrollen durch die Internationale Atomenergiebehörde. Im Gegenzug werden die Wirtschaftssanktionen gegen das Land aufgehoben. Nachdem Donald Trump aus dem Atom-Abkommen ausgestiegen ist, ist die Sorge ist groß, inwieweit sich der Iran nun noch an das Abkommen halten wird. Eine Eskalation des Konflikts wird befürchtet. Die USA verstärkten ihre militärische Präsenz im Nahen Osten, mit Sanktionen gegen den Iran haben die USA die Spannungen zudem verschärft.

Tötung von General Soleimani und Folgen

Was treibt Trump zum Vorgehen gegen den Iran?
Als Vergeltung für die Tötung des hochrangigen iranischen General Qassim Soleimani in Bagdad hat der Iran US-Stellungen im Irak mit Raketen angegriffen. Teheran sprach von einem Schlag ins Gesicht der USA, deren Präsident hingegen twitterte "alles ist gut". Was Trump zu dem Vorgehen gegen den Iran motiviert und was die Konsequenzen seines Handelns sein könnten, diskutiert Europas Presse.
Eurotopics Presseschau
(Bundeszentrale für politische Bildung)

"Soleimani war kein allmächtiger Strippenzieher"
Der getötete General Qassem Soleimani sei zu einer Kunstfigur stilisiert worden, sagt der Iranist Walter Posch. Mit ihm wurde Abu Mahdi al-Muhandis getötet, Chef der irakischen Volksmobilisierungseinheiten – ein wichtiger Mann in Irak, so Posch. Über den Auftrag von Soleimani, die Beziehungen zwischen Iran und Irak – und warum es in Iran wieder soziale Proteste geben könnte.
(Bundeszentrale für politische Bildung, 10.1.2020)

Iran-Report 01/20 - Nach der Eskalation
Nach den sich überschlagenden Eskalationen der letzten Tage ordnet dieser Report die Ereignisse politisch ein und setzt sie in Bezug zu den längerfristigen regionalen und internationalen Dynamiken, insbesondere zwischen Iran/USA, Iran/Irak und Iran/Saudi-Arabien. Ein ausführliches Porträt Soleimanis ergänzt die Berichterstattung zu dessen gezielter Tötung.
(Heinrich-Böll-Stiftung, Januar 2020)

Die Zeichen stehen erst einmal auf militärische Zurückhaltung
Der Raketenangriff des Iran auf US-Stützpunkte ist - so paradox es scheint - ein Zeichen der Deeskalation. Beide Seiten wahren ihr Gesicht. Als hätten sie sich abgesprochen, betonten Außenminister Mohammed Dschwad Sarif und Präsident US-Präsident Donald Trump nach den Raketenangriffen: Wir wollen keine Zuspitzung, schon gar nicht offenen Krieg.
(Tagesspiegel, 8.1.2020)

US-Angriff auf iranischen General und die Folgen
Bei einem US-Raketenangriff in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist der hochrangige iranische General Soleimani getötet worden. Irans Führung droht mit Vergeltung. Worum geht es? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
(MDR, 8.1.2020)

Kassem Soleimani: "Er war ein Krimineller"
Der getötete General Soleimani war für viele Iraner bedeutsam – als Feind- oder Vorbild. Wie geht es den Menschen mit der angespannten Lage? Drei Stimmen aus Teheran.
(Zeit, 8.1.2020)

"Operation Märtyrer Soleimani" - Iran greift US-Truppen im Irak an
Nach dem tödlichen Drohnenangriff auf einen iranischen General im Irak schwört Teheran den USA "schwere Rache". Nun feuert der Iran Raketen auf irakische Militärstützpunkte mit US-Soldaten. Todesopfer soll es nicht geben, die Soldaten wurden offenbar gewarnt.
(ntv, 8.1.2020)

Experte warnt: "Direktangriff auf den Iran wäre politischer Wahnsinn"
Iran und USA drohen sich offen mit völkerrechtswidrigen Militärschlägen. Teheran weitet seinen Einfluss im Irak aus. Der Konflikt droht zu eskalieren, mahnt Politikwissenschaftler Sascha Lohmann.
(Berliner Zeitung, 6.1.2020)

Zu Recht getötet?
Donald Trump rühmt sich mit der Tötung Qassem Soleimanis und spricht davon, der habe „viele amerikanische Bürger“ töten wollen. Reicht das aus völkerrechtlicher Perspektive? 
(FAZ, 5.1.2020)

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Iran vs. USA eskaliert: Droht jetzt Krieg? | #analyse
Mit dem Mord an dem hochrangigen iranischen Offizier Kassem Soleimani hat der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine neue Stufe erreicht. Droht deshalb jetzt ein großer Krieg? Und: Warum ist dieser Mord so bedeutend?
(Mrwissen2go, 5.1.2020)

Konflikt mit Iran: "Trumps Appetit auf einen Krieg ist begrenzt"
Der Politikwissenschaftler Sascha Lohmann vermisst diplomatische Kommunikation zwischen den USA und Iran - und er erklärt, was die EU noch tun kann.
(Süddeutsche, 19.6.2019)

"Keiner will einen Krieg in der Region"
Der Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik Volker Perthes warnt vor einer Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Der Konflikt könnte außer Kontrolle geraten.
(Handelsblatt, 17.6.2019)

Proteste im Iran

Proteste in Iran
Seit Ende Dezember protestieren Menschen in Iran. Zunächst gingen sie vor allem gegen Armut, Arbeitslosigkeit und die schlechte Versorgungslage auf die Straße. Doch längst richtet sich die Unzufriedenheit gegen das politische System und seine religiöse Ordnung.
Hintergrund aktuell, 11.1.2018
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Proteste in Iran: "Unser Feind ist im Inneren"
Der Abschuss der Passagiermaschine ist ein Desaster für die Islamische Republik. Das Regime steht im Inland nun enorm unter Druck. Selbst aus konservativen Kreisen kommt scharfe Kritik. Die Demonstranten fordern: "Rücktritt ist nicht genug! Strafverfolgung muss sein!" oder "Tod den Lügnern!". Es sind Sprechchöre, die sich gegen den obersten Führer Ali Chamenei und die mächtigen Revolutionsgarden richten.
(Süddeutsche, 12.1.2020)

Proteste im Iran
Diese Ausgabe berichtet ausführlich über die Proteste der vergangenen Wochen und erörtert Theorien über ihre Hintergründe, Drahtzieher und ihre Bedeutung für die politische Zukunft der Islamischen Republik. Weitere innenpolitische Themen umfassen u.a. den jüngsten Versuch, Präsident Hassan Rohani und Parlamentspräsident Ali Laridschani aus ihren Ämtern zu heben.
Iran-Report 12/2019
(Heinrich-Böll-Stiftung)

Proteste gegen Regierung - Amnesty geht von 106 Toten im Iran aus
Das Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten hatte international Kritik und Sorge ausgelöst. Die UN kritisierten besonders den Einsatz von Schusswaffen, durch den es offenbar mehrere Tote gegeben habe. Zudem riefen die UN den Iran auf, die Blockade des Internets und anderer Kommunikationswege unverzüglich aufzuheben.
(Tagesschau, 19.11.2019)

Proteste im Iran weiten sich aus
Nachdem die Regierung in Teheran überraschend Treibstoffe rationiert und zugleich den Preis dafür drastisch erhöht hat, kocht die Wut der Iraner hoch. Der Innenminister droht den Demonstranten unverhohlen mit Gewalt.
(Deutsche Welle, 16.11.2019)

Die Proteste der Frauen
Ihre Mütter waren Kinder oder Jugendliche, als die Islamische Republik Iran und mit ihr die islamischen Kleidungsvorschriften eingeführt wurden. Die Töchter wurden in das digitale Zeitalter geboren und kennen so neben ihrer eigenen Lebenswirklichkeit auch die weite Welt von Kindesbeinen an. Auch wenn die üblichen Interessenkonflikte zwischen Jugendlichen und Erwachsenen sie und ihre Mütter trennen: Beide Generationen wollen Gleichstellung und Freiheit. Jüngstes Opfer der Unterdrückung von Frauen im Iran ist ein weiblicher Fußballfan.
(Iran Journal, 11.9.2019)

Irans Justiz gegen Aktivistinnen
Während der Iran sich am Persischen Golf ein Kräftemessen mit den USA und anderen westlichen Staaten liefert, geht er im Innern verstärkt gegen Kritiker vor. So wurden mehrere Aktivistinnen inhaftiert.
(Deutsche Welle, 1.8.2019)

Iran 1979 und heute - Was von der Revolution übrig blieb
Die Auflehnung gegen das Schah-Regime führte 1979 zur Islamischen Revolution in Iran. Das Land hat sich allerdings anders entwickelt, als es sich ein Großteil der Demonstranten damals wünschten. Viele Iraner sind heute unzufrieden mit ihrerer Regierung. Gibt es Parallelen zum Vorabend der Revolution vor 40 Jahren?
(Deutschlandfunk, 10.2.2019)

Die stille Revolution
Frauen haben im Iran seit 1979 wenige Rechte. Ihr Protest dagegen wird lauter - und lehrt die Führungselite das Fürchten
(fluter, 8.1.2019)

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Das sagt Schriftsteller Amir Hassan Cheheltan zur Lage im Iran
Wer sich mit der Geschichte der Iranischen Revolution und ihren Folgen beschäftigt, muss die Bücher von Amir Hassan Cheheltan lesen. Über die gegenwärtige Situation im Land sagt der Schriftsteller, er sei zutiefst beunruhigt.
(BR, 1.10.2018)

"Die Proteste im Iran werden immer wieder beginnen"
Irans Wirtschaft ist am Boden, immer wieder protestierten Menschen gegen das islamische Regime. Die iranische Juristin Shirin Ebadi sieht Chancen für einen Wandel in ihrer Heimat. Die 71-Jährige kritisiert aber auch Donald Trumps Drohungen an den Iran.
(Welt, 3.9.2018)

Ehemaliger iranischer Staatspräsident: "Die Bevölkerung will keinen religiösen Staat"
Der frühere iranische Staatspräsident Abolhassan Banisadr rechnet damit, dass die Proteste im Iran fortgesetzt werden. "Dieses Regime verfügt im Inneren über keine solide Grundlage", sagte er im Dlf. Selbst die bislang loyalen unteren Gesellschaftsschichten hätten sich der Protestbewegung angeschlossen.
(Deutschlandfunk, 12.1.2018)

Proteste im Iran - Gemischte Gefühle
Was steckt hinter dem Aufstand in Iran? Der Westen denkt an den Schleierzwang und die Wut auf die Ayatollahs. Doch die Menschen haben andere Sorgen. Unsere Autorin hat sich in der Hauptstadt umgehört.
(Süddeutsche, 12.1.2018)

Keine "Revolution reloaded" in Sicht
40 Jahre nach dem Beginn der Islamischen Revolution wird der Iran erneut von Protesten erschüttert. Viele wirtschaftliche Probleme sind heute ähnlich wie in den 70er Jahren, auch erscheint das Regime kaum weniger repressiv und verknöchert als damals. Dennoch signalisieren die Proteste kaum den Beginn einer neuen Revolution, meint Ulrich von Schwerin.
(Qantara, 8.1.2018)

Einen Tiananmen kann sich Teheran nicht erlauben
Immer wieder zeigt die Bevölkerung im Iran ihren Unmut über das Versagen des Regimes. Die Jugend will sich ihr Lebensglück nicht rauben lassen. Das Regime ist ins Wanken geraten.
(Welt, 7.1.2018)

"Es gibt heute keine Wortführer"
Die Menschen im Iran seien sehr unzufrieden mit dem Regime und würden deshalb auf die Straße gehen, sagte der langjährige Teheran-Korrespondent Ulrich Pick im Dlf. Doch im Gegensatz zu letzten großen Protesten 2009 gebe es heute weder einen Wortführer noch dezidierte politische Forderungen.
(Deutschlandfunk, 6.1.2018)

Proteste im Iran - Die Wut ist geblieben
Die Proteste im Iran sind zwar abgeflaut, doch Experten glauben, dass sie jederzeit wieder losgehen könnten. Denn die Wut über das Regime, das die Armut nicht in den Griff bekommt und die Wünsche der jungen Generation ignoriert, ist nicht kleiner geworden.
(Tagesschau, 5.1.2018)

Proteste in der Islamischen Republik  - Blackbox Iran
Iran erlebt die größten Proteste seit fast zehn Jahren. Eine Woche nach ihrem Beginn bleibt aber vieles im Unklaren: Was wollen die Demonstranten eigentlich? Und: Nützen die Unruhen dem Regime am Ende gar?
(Spiegel, 3.1.2018)

Wird eine junge Iranerin zur Protest-Ikone?
Das Bild, auf dem sie ihr Kopftuch als weiße Flagge schwenkt, könnte zum Symbol der aktuellen Proteste in Iran werden. 
(jetzt, 1.1.2018)

Regierungskritische Proteste - Iran schränkt Zugang zu Internetdiensten ein
Die iranische Regierung hat den Zugang zu den Internetdiensten Telegram und Instagram gesperrt. Grund ist eine neue Welle regierungskritischer Proteste.
(Spiegel, 31.12.2017)

Proteste im Iran 2017/2018
Die Proteste im Iran 2017/2018 sind landesweite Proteste, die aufgrund wirtschaftlicher Probleme in Maschhad begannen und um politische Forderungen ergänzt wurden.
(Wikipedia)

Konflikt um Irans Atomprogramm

Atomstreit mit Iran
Konflikt zwischen Iran und dem Westen: Die internationale Gemeinschaft will Teheran vom Bau der Atombombe abhalten. Irans Führung unter Präsident Rohani betont, die Kernenergie ausschließlich friedlich nutzen zu wollen. Aktuelle Informationen und Hintergründe zum Streit um das Atomabkommendem  mit dem Iran.
(Süddeutsche)

Atomdeal mit dem Iran - Streitschlichtung als letzte Chance
Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben das Schiedsverfahren für das Atomabkommen mit dem Iran aktiviert. Dazu habe es keine Alternative gegeben, kommentiert Bettina Klein. Schließlich habe der Iran zunehmend die Auflagen ignoriert. Es sei dennoch fraglich, ob der Vertrag gerettet werden könne.
(Deutschlandfunk, 14.1.2020)

Krise zwischen Iran und USA - Die Angst vor der Atomwaffe
Es ist ein hochgefährlicher Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Deshalb werden Fragen laut, ob daraus eine atomare Bedrohung entstehen kann. Wie wahrscheinlich ist eine iranische Atomwaffe? Fragen und Antworten.
(Tagesschau, 7.1.2020)

Irans Atomdiskurs
Eine subsystemische Analyse außenpolitischer Präferenzen in der iranischen Nukleardiplomatie (2003-2015)
Reihe Politikwissenschaft, Band 5
(Stiftung Wissenschaft und Politik, 1. Auflage 2019)

USA und Iran - Trump demonstriert Zurückhaltung im Iran-Konflikt
US-Präsident Donald Trump schließt einen Krieg mit dem Iran offenbar aus. Allerdings hat er der iranischen Regierung mit neuen und härteren Sanktionen gedroht. Bereits jetzt gibt es Sanktionen gegen iranische Banken, Rüstungsfirmen sowie Öl- und Gasunternehmen.
(Deutschlandfunk, 19.9.2019)

Iran beharrt auf Bedingungen für neue Atomgespräche
Der Iran wäre nur dann wieder zu Verhandlungen mit den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats und Deutschland bereit, wenn die USA ihre Sanktionen gegen das Land aufheben würden.
(Iran Journal, 12.9.2019)

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Konflikt zwischen USA und Iran: „Trump hat die Hardliner im Iran gestärkt“
Sanktionen statt direkter militärischer Intervention: Die USA reihen sich mit ihrer Iran-Politik in die Tradition der großen Seemächte ein, sagte der Politologe Herfried Münkler im Dlf. Die Rechnung der „wirtschaftlichen Strangulation“ ginge aber nicht auf – denn der Iran habe in der Vergangenheit bereits Leidensfähigkeit demonstriert.
(Deutschlandfunk, 23.6.2019)

Kriegsgefahr: Gefährliche Hardliner auf beiden Seiten
Der Atomvertrag mit dem Iran steht vor dem Aus. In Teheran bestimmen jetzt USA-Hasser die politische Debatte, in der Trump-Regierung die Iran-Hardliner.
(Die Zeit, 17.6.2019)

US-Ausstieg aus dem Iran-Atomdeal - Wenn der Wahnsinn regiert
Weder die internationale Politik noch die Selbstheilungskräfte im Regierungssystem der Vereinigten Staaten scheinen einen amerikanischen Krieg gegen Iran verhindern zu können. Höchstens die Zivilgesellschaften im Iran und in Israel sind dazu noch in der Lage, meint Stefan Buchen in seinem Kommentar.
(Qantara, 9.5.2018)

Nach US-Ausstieg - EU will Iran-Deal retten
Mit Trumps Rückzug vom Iran-Atom-Deal ist für Europa ein Albtraum wahr geworden. Die Europäische Union will das Abkommen nun am Leben halten. Aber wie kann das gehen?
(Tagesschau, 9.5.2018)

"Übrige Vertragspartner müssen Atomabkommen nun Stabilität verleihen"
Der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mache es sehr schwer, Iran weiter dazu zu bewegen, Kontrollen seiner Nuklearaktivitäten zu akzeptieren, sagte Oliver Meier von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Dlf. Man müsse Iran jetzt genügend wirtschaftliche Anreize geben, um tatsächlich weiter dabei zu bleiben.
(Deutschlandfunk, 9.5.2018)

Europa kämpft für das Atomabkommen - und gegen Amerika
Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben mit Iran verhandelt. Einig waren sie sich kaum – aber das Atomabkommen wollen sie unbedingt erhalten. Dabei geht es auch um das künftige Verhältnis zu Amerika.
(FAZ, 11.1.2018)

Atomdeal mit Iran: Falls Trump aussteigen will
US-Präsident Trump hetzt gegen das Atomabkommen mit dem Iran. Die Europäer könnten es gemeinsam mit einigen US-Politikern retten - doch das hätte dann seinen Preis. Ein Beitrag von Marco Overhaus.
(Stiftung Wissenschaft und Politk, 2.10.2017)

Trump und das Iran-Atom-Abkommen
Als "Desaster", "Blamage" und den "schlimmsten jemals ausgehandelten Deal" hat Donald Trump das Atom-Abkommen mit dem Iran angeprangert. Doch vor der letzten Konsequenz ist der US-Präsident nun doch zurückgeschreckt. Zumindest vorerst will er die historische Vereinbarung seines Vorgängers Obama von 2015 in Kraft lassen.
(MDR, 13.10.2017)

Einigung mit dem Iran:  Was im Atomabkommen steht
Es ist amtlich: Der Atomstreit mit dem Iran ist beendet, ein verbindlicher Vertrag unterschrieben. Doch was steht drin in dem rund 100-seitigen Papier?
(Tagesschau, 14.7.2015)

Chronologie zum Streit um das iranische Atomprogramm
Die wesentlichen Etappen von 2002 bis 2016.
(arte)

Irans umstrittenes Atomprogramm
Seit Sommer 2002 schwelt der Konflikt um Irans Atomprogramm: Das Land betont den friedlichen Charakter, doch international wächst die Sorge, Teheran könne sein Atomprogramm auch militärisch nutzen. Über welche Fähigkeiten verfügt Iran, und wie kann eine Lösung aussehen?
(Bundeszentrale für politische Bildung, 3.8.2009)

Das iranische Atomprogramm
Iran strebt offenbar eine Atomwaffenoption an und stellt daher eine große Herausforderung für die internationale Sicherheit dar. Sollte Iran seine Haltung nicht ändern, muss sich der UN-Sicherheitsrat mit der Sache befassen.
(Bundeszentrale für politische Bildung, 25.11.2005)

Das iranische Atomprogramm
Das iranische Atomprogramm umfasst nach offizieller Verlautbarung die Bemühungen, die Energieversorgung des Landes um die Nutzung der Kernenergie zu ergänzen. Diese Bemühungen wurden bereits im Jahre 1959 aufgenommen. Der Iran steht jedoch im Verdacht, auch die Entwicklung von Atomwaffen zu betreiben.
(Wikipedia)

Hintergrundinformationen Iran

Iran
1979 stimmten die Iraner zu 98 Prozent für die Islamische Republik. Seitdem entwickelt sich die Islamische Republik zu einem widersprüchlichen System, das republikanisch-demokratische und theokratisch-autoritäre Elemente vereinigt. Heute herrschen krasse soziale Gegensätze. Irans Gesellschaft ist jung und gut gebildet, aber gerade jungen Menschen droht die Arbeitslosigkeit. Zensur und staatliche Repressionen sind allgegenwärtig.
Dossier
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Iran
40 Jahre nach dem Beginn der Islamischen Revolution wird der Iran erneut von Protesten erschüttert. Viele wirtschaftliche Probleme sind heute ähnlich wie in den 70er Jahren, auch erscheint das Regime kaum weniger repressiv und verknöchert als damals. Beiträge dazu im Themenschwerpunkt Iran.
(Qantara)

Iran-Report
Mit der Wahl Hassan Rohanis zum iranischen Präsidenten 2013 wurde in der iranischen Politik ein bedeutender Wandel eingeleitet. Besonders augenfällig ist dies im Kurswechsel der Atompolitik. Die Öffnung der iranischen Politik nach außen und die Ankündigung innenpolitischer Reformen werden im Land von den konservativen Kräften heftig bekämpft. Der Widerstand lässt Rohani und seiner Regierung wenig Spielraum. Der Iran-Report wertet monatlich Nachrichten verschiedener Quellen aus.
(Heinrich-Böll-Stiftung)

Iran ist anders
Als im Frühjahr 2011 die Menschen in Tunesien und Ägypten ihre Regierungen stürzten, blickte die Welt erneut auch auf Iran: Im Sommer 2009 hatte es dort Massendemonstrationen gegen das Regime gegeben, die sogenannte Grüne Bewegung forderte Reformen. Doch der Protest wurde blutig unterdrückt. Die Chancen auf eine Neubelebung sind gering, meint der Nahost-Experte Rudolph Chimelli.
(Bundeszentrale für politische Bildung, 10.6.2011)

Die Macht der Wächter
Zu Struktur und Dynamik des neuen Machtgefüges in Iran
Iran galt lange als Mullah-Staat. Doch der Klerus hat längst an Einfluss verloren. Schleichend aber stetig entwickelt sich Iran zu einer Militärdiktatur, die Reformbewegung bleibt außen vor. Alessandro Topa skizziert den Aufstieg der Revolutionsgarden und ein neues altes Machtgefüge in Teheran.
(Bundeszentrale für politische Bildung, 9.6.2010)

Kinder der Revolution - Die iranische Blogosphäre
Während der Proteste nach der Präsidentschaftswahl in Iran im Sommer 2009 wurden Posts bei Twitter und in Blogs zu unverzichtbaren Informationsquellen des Widerstands. Die iranische Blogosphäre gibt ein unverfälschtes Bild der Gespräche und Unterhaltungen der aufstrebenden, gebildeten Jugend.
(Bundeszentrale für politische Bildung, 20.11.2009)

Die Grüne Revolution 2009
Im Juni 2009 demonstrieren Tausende Iranerinnen und Iraner auf den Straßen Teherans. Sie werfen dem Regime vor, die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 2009 gefälscht zu haben. Das Mullah-Regime reagiert mit Härte auf die Demonstranten. Teheran wird zum Schlachtfeld.
(Planet Wissen)

Unterrichtsmaterialien

Das Ende des Atomstreits mit dem Iran
Arbeitsblatt mit einer Chronologie des Atomkonflikts, Informationen zum Atomabkommen sowie seiner Kritik.
(Frieden und Sicherheit)

Raving Iran - Begleitmaterial zum Film
Die islamische Republik hat uns gelehrt, Umwege zu gehen. Sie lieben es belogen zu
werden.“ Mit dieser Doppelmoral müssen Arash und Anoosh, zwei House-DJs in
Teheran, leben. Tag ein Tag aus kämpfen sie damit, in einem repressiven System ein
jugendliches Leben zu führen. Eine unerwartete Einladung in die Schweiz stellt die
beiden plötzlich vor die Frage: wollen sie den Iran für immer verlassen?

Materialien und Unterrichtsideen zum Comic: Persepolis - Eine Kindheit im Iran
Persepolis erzählt über das Leben eines Mädchens im Iran, das in einer Zeit
gesellschaftlicher Unruhen und Umbrüche aufwächst. Durch den Comicstil ist der Text
reduziert auf die wörtliche Rede der Protagonisten und die Kommentierung des Mädchens,
Große politische Ereignisse, verschiedene politische Systeme und die Namen politischer
Führer werden in kurzen Sätzen erwähnt, ohne jedoch die Sachverhalte näher zu erläutern.

Filme

Iran vs. USA eskaliert: Droht jetzt Krieg? | #analyse
Mit dem Mord an dem hochrangigen iranischen Offizier Kassem Soleimani hat der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine neue Stufe erreicht. Droht deshalb jetzt ein großer Krieg? Und: Warum ist dieser Mord so bedeutend?
(Mrwissen2go, 5.1.2020)

Iran
Warum der Iran ständig in den Schlagzeilen ist
Wenn man in den Medien vom Iran hört, dann meistens in negativem Zusammenhang: Es geht um Terrorunterstützung, Islamismus und Atomwaffen. Aber der Iran hat noch eine ganz andere Seite. Unter anderem darum geht es in diesem Video.
(MrWissen2go, 1.11.2017)

Iran - eine kommende Großmacht?
Der Vertrag über das iranische Atomprogramm führte 2016 zur allmählichen Aufhebung der wirtschaftlichen Sanktionen, die über das Land verhängt worden waren. MIT OFFEN KARTEN beschäftigt sich mit der Rückkehr des Iran auf die internationale Bühne, den wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen das Land konfrontiert ist, sowie mit seiner politischen und diplomatischen Rolle in einer sehr instabilen Region
(Arte, Mit offenen Karten, 1.10.2016)

Raving Iran
"Die islamische Republik hat uns gelehrt, Umwege zu gehen. Sie lieben es belogen zu
werden.“ Mit dieser Doppelmoral müssen Arash und Anoosh, zwei House-DJs in
Teheran, leben. Tag ein Tag aus kämpfen sie damit, in einem repressiven System ein
jugendliches Leben zu führen. Eine unerwartete Einladung in die Schweiz stellt die
beiden plötzlich vor die Frage: wollen sie den Iran für immer verlassen? Begleitmaterial für den Unterricht.

The Green Wave
Film über die Protest-Bewegung 2009

 

Passend dazu im Themenkatalog

 
 
 
 
 
 

Iran

 

Die Islamische Republik entwickelt sich zu einem widersprüchlichen System, das republikanisch-demokratische und theokratisch-autoritäre Elemente vereinigt. Heute herrschen krasse soziale Gegensätze. Irans Gesellschaft ist jung und gut gebildet, aber gerade jungen Menschen droht die Arbeitslosigkeit. Zensur und staatliche Repressionen sind allgegenwärtig. Beiträge dazu im Dossier Iran der Bundeszentrale für politische Bidung.

 
 
 
 
 

Proteste

 

Seit Ende 2017 kommt es im Iran zu Protesten.  Zunächst gingen die Menschen vor allem gegen Armut, Arbeitslosigkeit und die schlechte Versorgungslage auf die Straße. Doch längst richtet sich die Unzufriedenheit gegen das politische System und seine religiöse Ordnung. Dazu der aktuelle Hintergrund der bpb.

 
 
 
 
 

Iran Report

 

Mit der Wahl Hassan Rohanis zum iranischen Präsidenten 2013 wurde in der iranischen Politik ein bedeutender Wandel eingeleitet. Besonders augenfällig ist dies im Kurswechsel der Atompolitik. Der Iran-Report der Heinrich-Böll-Stiftung wertet Nachrichten verschiedener Quellen aus und erscheint monatlich.

 
 
 
 
 

Dossiers

 

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